ALL IN (01.09.2018) – Review

 

ALL IN
01. September 2018
Sears Centre (Chicago, Illinois) – 10.000 Fans

Es ist schon beinahe schier unfassbar, was drei Kerle mit dieser Show auf die Beine gestellt haben. Eine Gruppierung die es kapiert hat, wie man seine Fans füttert, wie man eine Wrestling Show auf “sein” Publikum ummünzen kann. Das war ALL IN!

Maxwell Jacob Friedman vs. Matt Cross

Wie kann man eine Wrestling Show besser beginnen? Flotte Action im Opener und mit “MJF” und Matt Cross zwei exzellente Leute im Geviert. Interessant fand ich hierbei auch die Kombination aus dem neuen Youngster und dem alten Veteranen, welcher schon die gesamte Indy-Welt bereist hat. “M-Dogg” flippt herum wie eh und je, Friedman hat das nicht nötig (O-Ton!), wird aber schlussendlich mit einem Cutter und der Shooting Star Press abgefertigt.

Christopher Daniels vs. Stephen Amell (Special Referee: Jerry Lynn)

Ich hatte noch gar nicht mit dem “BULLET CLUB” Theme gerechnet, aber Amell wird also als “BC” angekündigt. Für mich als alter ECW-Recke hat mich der alternde Jerry Lynn als Special Ref schon mal aufhorchen lassen, besten Dank an Cyrus! Für einen Kampf mit einem “Non-Wrestler” konnte man nicht wirklich meckern, Amell hat sich rein gehangen und beim “Coast To Coast” hatte er meinen Respekt. Nach dem Table Spot außerhalb des Ringes und der Einmischung von Jerry Lynn hätte es gerne vorbei sein können. Als der zweite “BME” sein Ziel fand, war Amell besiegt.

Madison Rayne vs. Tessa Blanchard vs. Britt Baker vs. Chelsea Green

Puh! Ich bin wirklich kein “Frauen Wrestling” Fan, aber wenn die doch soviel gelobten Tessa Blanchard und Chelsea Green dabei sind, dann bin ich doch mal sehr gespannt. Eine völlig solide Kost, kein Ausreißer nach unten oder oben, aber die “This is awesome” Chants waren nicht wirklich angebracht. Das Finish hat dem ganzen noch die Krone aufgesetzt, als niemand so richtig wusste ob es wirklich drei war durch Tessas Hammerlock DDT. Schade, wenn man Tenille Dashwood und Jordynne Grace da hat, hätte man diese hier besser eingesetzt als zwei andere.

NWA Worlds Heavyweight Championship
Nick Aldis © vs. Cody

Ich war im Vorfeld extrem “underwhelmed” – Warum zur Hölle hat man Monatelang die Sache mit Flip Gordon aufgebaut wenn man am Ende Nick Aldis gegen Cody stellt? Wie auch immer beide kommen mit einer speziellen Entourage zum Ring, u.a. sehen wir auf Codys Seite Tommy Dreamer und Diamond Dallas Page, während Aldis Jeff Jarrett und Shawn Daivari mit brachte. Die Crowd ist unfassbar in diesem Match drin, man muss Cody dazu einfach gratulieren. Die Meute steht wie eine Eins hinter ihm, buht Aldis aus und feiert jede Aktion seitens des “American Nightmares”. Über den Bladejob lässt sich dann streiten, die “Rhodes” wollen diesen Belt und sogar Brandi opfert sich und schmeißt sich vor ihrem Göttergatten als Aldis mit einem Top Rope Elbow angesprungen kommt. Nach dem CrossRhodes hätte gut und gerne Schluss sein können, passt das Finish aber doch zum Cody Charakter als er Aldis mit einem Pinfall überraschen kann.

Chicago Street Fight
Joey Janela vs. Hangman Page

Was kann man von einem Janela-Page Match erwarten? Klar, die beiden werden sich mit Spots einfach umbringen. Das Match startet direkt von null auf hundert, beide haben gar kein Interesse daran es irgenwie langsam anzugehen und ja, dass habe ich hier erwartet. Die “Buckshot Lariat” von Page über die Guardrail sah wieder fantastisch aus, danach ging es drunter und drüber: Burning Hammer vom Apron auf die Leiter, eine Powerbomb von der Entranceramp nach “unten” durch einen Tisch und dem Rite Of Passage von der Leiter durch einen Tisch.  Ende. Dann kommen männliche Geschlechtsteile zum Ring marschiert, ja Penisse, und Joey Ryan ist auf von den Toten auferstanden. Hmkay!

ROH World Championship
Jay Lethal © vs. Flip Gordon

Okay Flip ist doch ALL IN! Ich weiß jetzt nicht ganz genau warum, da bitte ich doch um einen kleinen Einblick. Der ROH Champ kommt dann als “Macho Man” raus, begleitet von Randy Save Bruder Lanny Poffo, was ich gefühlt vor 15 Jahren das erste mal gesehen habe. Lethal ist dann doch weniger “Macho Man”, hat er anscheinend einen “An/Aus Schalter”, der dann auch immer wieder betätigt wird. Lustig. Flip Gordon hat sich auf jeden Fall verbessert, beide liefern ein anständiges Match auf’s Parkett, welches aber rasch vergessen werden wird. Die Finishin Sequenz fand ich ganz gut, Lethal’s Injection bringt Flips Ende. Bully Ray stört nach dem Kampf noch, wird aber schnell vom heraneilenden Colt Cabana abgefertigt. Beide waren in der “ZERO HOUR” Show auf WGN America.

Kenny Omega vs. Penta El Zero M

Ich glaube im Jahr 2018 gibt es nichts was heißer erscheint: IWGP Heavyweight Champion Kenny Omega gegen Lucha Underground Champion Penta El Zero M! Und direkt mal ein “wenig” überraschend: Penta ist over! Wahnsinn wie die Crowd bei ihm am mitgehen ist, ich dachte das wird eine klare Angelegenheit für Kenny auf “Home Turf”. Ich liebe Kennys “You Can’t Escape” Move, denn bisher ist jeder Wrestler escaped, hehe. Man merkte, vor allem Penta an, dass er tierischen Spaß hatte hier gegen Kenny Omega vor dieser Kulisse. Schön war der Spot als Kenny einen V-Trigger ins Ziel brachte und Penta die “Cero Mierdo” Geste machte und einfach noch einen V-Trigger ins Gesicht bekam. Hin und her, Package Piledriver von Penta auf den Apron, Kenny mit dem Package Piledriver und dann kam das.. Penta “bricht” Kenny dem Arm, es gibt nochmal den Package Piledriver und Kenny kickt out. Sellt er den “Armbruch” danach? Leider nicht wirklich. Kurze Zeit später hämmert Omega den Mexikaner mit dem One Winged Angel auf die Matte.

Nach dem Kampf scheint Penta nicht genug zu haben, greift er Omega danach wild an, bis er sich demaskiert. Chris Jericho steckt unter einer Pentagon Maske und kündigt an, dass er und Kenny sich auf seiner “Jericho Cruise” Show sehen würde. Die Vergangenheit holt einen immer ein.

Marty Scurll vs. Kazuchika Okada

Die Transformation des “Villain” zum Heavyweight? Es könnte ein erstes Anzeichen dafür geben, jedoch könnte es ebenso einfach nur eine Spielerei für “BTE” und ALL IN gewesen sein, dass Marty wochenlang über Gewichtszunahme gesprochen hatte, kämpft er bald bei New Japan wieder um die Junior Heavyweight Kröne. Irgendwas ist passiert zwischen Marty und mir. War er immer einer meiner Favoriten als “Party” Marty und in der Anfangszeit als “Villain”, hat er mich mit Eintritt in den BULLET CLUB leider etwas verloren. Viel vom eigentlichen “Villain” Charakter ist leider nicht mehr übrig. Ich fand die Thematik zwischen dem Heavyweight und dem Junior Heavyweight recht gut, die zahlreichen Anspielungen waren gut gemacht und haben dem Match (was im Vorfeld keine Story hatte) wirklich eine Geschichte gegeben. Der “Rainmaker” nahm Scurll im Vorfeld nicht wirklich für ernst, bereut seine Worte doch noch fast und gewinnt am Ende doch via Rainmaker und bewegt sich weiter einen Stück weit aus der “Mid-Life Crisis” heraus. Mit 26 Minuten eindeutig zu lang, was man am Hauptkampf dann gemerkt hat.

Rey Fénix, Bandido & Rey Mysterio Jr. vs. Kota Ibushi, Matt Jackson & Nick Jackson

Ich habe ein großes Outfit von “Rey Rey” erwartet und wurde nicht enttäuscht, als er als Wolverine heraus kam. Die “Golden Elite” sorgte ebenfalls für einen kleinen Augenschmaus, denn alle drei hatten abgestimmte Gear an. Was erwartet man bei sechs solchen Kerlen? Natürlich ein Spotfest, Sprünge hier und da und viel schnelle Action. Mit knapp zwölf Minuten leider viel zu kurz, da hat man im Vorfeld der Show wohl etwas geschlampt, aber nichtsdestotrotz konnte sich der Kampf sehen lassen. Im Vollsprint begleiten euch die sechs Gladiatoren durch zwölf Minuten abgedrehten Gefliege, Spot an Spot und keine Sekunde ist hier nicht gefüllt. Als Matt von den drei Mexikanern malträtiert wird mit einem 619, einem Destroyer, einer Hurrincanrana und dem Frogsplash, dacht’ ich wirklich an’s Ende, denkste. Matt kickt out, wird danach noch von Nick gerettet und es beginnt die “Superkick Party” und mit dem Meltzer Driver wird Bandido geschultert. SPRINT~!

Fazit

Vier Stunden Action in Chicago! Was kann man über ALL IN sagen? Eine unfassbare Show für Fans der “Elite”, für Leute die in “Being The Elite” drin sind. Die ganzen “BTE” Referenzen á la Hangmans Boots, Joey Ryan und Co. sind alle ganz lustig für eben jenes Klientel, mein Humor war das halt nicht. War die Show dafür schlecht? Um Gottes Willen nein! Die Show war wirklich gut, leider waren mir einige Matches zu lang, was man dann öfters mal gemerkt hat. Es ist einfach unglaublich was die “Elite” da auf die Beine gestellt hat, denn die Veranstaltung war, von vorne bis hinten, perfekt auf das “BTE” Publikum abgestimmt. Welche Promotion hat das je geschafft? WWE? Nö. NJPW? Nö. Hut ab Jungs!

Hier könnt ihr die Show schauen: New Japan World & FITE

Fotos: © ALL IN

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