Destruction 2018 (15. & 17. September) – Das etwas andere Review

Durch persönliche Schicksalsschläge (ja ich habe geheiratet, Hilfe!) hatte ich in den letzten Wochen eher weniger Zeit mich um das geschriebene Wort zu kümmern. Nichtsdestotrotz wollte ich ein paar Meinungen abgeben und getreu nach dem Motto “etwas anders” gibt es die Review für die vergangenen Shows so, wie das Preview auf KAMIGOYE ablief: Interessant und schnörkellos.

NJPW Destruction In Hiroshima
15. September 2018
Sun Plaza Hall (Hiroshima, Japan) – 3,761 Fans

Angeführt vom Kampf zwischen IWGP Heavyweight Champion Kenny Omega und Herausforderer Tomohiro Ishii ging es in Hiroshima auch um andere Dinge: YOSHI-HASHI und… ja der Six Man Tag Team Championship.

IWGP Heavyweight Championship ~ Wenn Kenny Omega und Tomohiro Ishii aufeinander prallen, dann weiß man was man bekommt. Im nun fünften Aufeinandertreffen gab einen Kampf der die dreißig Minuten Marke gerade so durchbrechen konnte, erst das zweite mal in dieser Saga. Ich glaube man muss Kenny Fan sein um sich jedes mal auf “dreißig Minuten plus” mit ihm zu freuen. Mittlerweile puste ich schon durch, wenn ich die Lobpreisungen auf Omega lese. Nun gut, war der Kampf dadurch schlecht? Ach quatsch mit Soße! Die beiden liefern sich dreißig Minuten Feuer, die ersten Minuten sind sehr langsam, man merkt Kenny an, dass er höllisch aufpassen muss – Er weiß, dass Ishii ein harter Brocken ist. Vielleicht auch jemand der ihm gefährlich werden könnte? Denkste. Wie es von diversen Experten schon prophezeit wurde, verteidigt Omega schließlich mit dem Katayoku no tenshi.

CHAOS bei CHAOS ~ Warum steht YOSHI-HASHI in der Einleitung? Naja warum wohl. Im Multi-Men Match der CHAOS Herren gab es, immer mal wieder, diverse Spannungen rund um den “Headhunter” zu bewundern. Kazuchika Okada verpasst YOSHI-HASHI sogar eine kleine Abreibung, Jay White ist Backstage total am hetzen – Herrlich. Kann YOSHI-HASHI bitte wirklich zum “Ace” gehen? Kann man die Stables endlich mal durchrappeln, damit man ein bisschen Abwechslung bekommt? Es wäre zuckerfein. Hab ich schon erwähnt, dass Jay White großartig ist?

BC OG’s ~ Die NEVER Six Man Tag Openweight Championship wurde verteidigt.. gähn. Okay jetzt mal ernsthaft. Die BC OG’s konnten ihre Belts verteidigen und sind nun auf “recruiting season” – Vielleicht das einzige worauf ich mich momentan in Sachen BULLET CLUB wirklich freue wäre ein neues Mitglied. Die Gerüchteküche brodelt ja alle mal, soll sogar Neville aka PAC ein heißer Kandidat sein. Ich brauche den ganzen Schmarn eigentlich nicht, aber ein neues Mitglied würde der Gruppierung an Aufschwung geben, den sie eindeutig verloren hat nach dem G1.

Und noch kurz zum Abschluss: Bitte gebt uns Will Ospreay gegen Kota Ibushi bei Wrestle Kingdom. Danke Gedo.

NJPW Destruction In BEPPU
17. September 2018
B-Con plaza (BEPPU, japan) – 2,280 Fans

Die Card in Beppu war schwächer auf der Brust als die in Hiroshima, man konnte das ganz gut an der Zuschauerzahl analysieren. Während der Sun Plaza ausverkauft war, war es der B-Con Plaza nicht. Tetsuya Naito gegen Minoru Suzuki war der Headliner des Abends.

Suzuki vs. Naito ~ So recht wollte es dann nicht klicken. Sowohl bei mir nicht, als auch bei den beiden im Ring. 32 Minuten schieben sich die Leader von Suzuki-gun und Los Ingobernables so durch den Ring, leider entwickelt sich kein großes Match. Mitnichten war das zweite Aufeinandertreffen der beiden in diesem Jahr schlecht, aber wie schon bei “Wrestling Hinokuni” war es nicht das erhoffte Feuerwerk. Ich mag’s wenn einfach Schläge ausgetauscht werden und da gab es noch einige interessante Sequenzen zu bestaunen, als der Sieg bringende Destino durch ging, war ich jedoch wirklich froh. Uff! Ich möchte wirklich gerne sehen, wie Naito sich endlich gegen Zack Sabre Jr. durchsetzen möchte, aber ich glaube das wird noch etwas andauern.

Praise The Emperor ~ Er hat es endlich getan! “Lord” Taichi hat sich seinen ersten Singles Belt bei NJPW geschnappt! Das ehemalige Junior Heavyweight konnte Hirooki Goto nach dem Black Mephisto nach zwanzig Minuten schultern. Stilecht im Suzuki-gun Modus trat er Backstage mit dem Schlappen auf dem Gürtel rum. So sehr ich mich freue über den Sieg von Taichi, so sehr habe ich die ganzen Eingriffe gehasst. Ja, es ist Suzuki-gun und ja, Taichi wollte einfach nur gewinnen, aber ich bin diese ganzen Eingriffe mittlerweile satt. Nichtsdestotrotz freue ich mich sehr für Taichi, mit welchem ich in England bei “Strong Style Evolved UK” unterhalten durfte – Dufter Kerl!

Heavyweight Tag Team Szene~ Ein leidiges Thema bei New Japan ist die Heavyweight Tag Team Szene. Das Match zwischen der Killer Elite Squad und den Best Friends war nicht mal schlecht, aber bei Gott schon wieder US-Teams um den Gürtel? Ja mich nervt es. Mit meinem Kollegen von KAMIGOYE habe ich mich sogar gestern darüber noch unterhalten. Warum gibt man nicht mal frischen Teams, japanischen Teams die Möglichkeit? Kombinationen aus YOSHI-HASHI und Okada, oder Finlay mit Tanahashi und so weiter. Es wäre wünschenswert als “KES” das x-te mal aus dem Ärmel zu ziehen.

Ich hoffe das dieses “Review” auch seinen Anklang finden wird. Durch die mangelnde Zeit in den letzten Tagen war es schwierig da etwas für vier Shows (die zwei Road To Shows gab es ja auch noch) zusammen zu schustern. Wenn am 23. September in Kobe die Show startet, versuche ich wieder ein komplettes Review auf die Beine zu stellen. Bis dahin, Mata ne!

Fotos: © NJPW/Bushiroad

One thought on “Destruction 2018 (15. & 17. September) – Das etwas andere Review

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *