NJPW King Of Pro-Wrestling (08. Oktober 2018) – Review

 

Es geht weiter mit dem Show-Marathon von New Japan Pro-Wrestling. Nach der Show in den USA sind wir wieder in heimischen Gefilden angekommen, die Ryogoku Kokugikan wurde bespielt mit King Of Pro-Wrestling. Neben den zwei Titelkämpfen in der Junior Heavyweight Division, sollten die Los Ingobernables de Japon einen weiteren “Pareja” ankündigen, EVIL und Zack Sabre Jr. trafen aufeinander und die zwei Hauptkämpfe hatten es in sich. Während Hiroshi Tanahashi gegen den aufstrebenden Jay White ran musste um seinen Tokyo Dome Vertrag zu verteidigen, ging es für drei Buddies im letzten Kampf des Abends um die IWGP Heavyweight Championship.

IWGP Junior Heavyweight Tag Team Championship
Yoshinobu Kanemaru & El Desperado (c) vs. Jushin Thunder Liger & Tiger Mask

“KOPW” war fünf Sekunden alt und ich war schon gelangweilt. Große Raterunde: Was passierte während des Entrances der maskierten Veteranen? A) Sie kamen ganz normal zum Ring, B) Sie stolperten gegen den Apron oder C) Kanemaru und “Despy” attackierten sie während des Entrances? Die Antwort sollte jedem NJPW-Interessierten Menschen klar sein. Beide Suzuki-gun Bösewichte versuchten vergeblich den Veteranen die Masken vom Kopf zu entwenden und ließen ihre Wut dann mit Stühlen an ihnen aus. Die Masken sollten weiterhin ein großer Bestand sein, Tiger war es jedoch der irgendwann keine Lust mehr hatte und den Spieß umdrehte.

Er kickte Desperado nieder, zerrte und riss an dessen Maske. Aber das die “Vets” auch anders können, weiß jeder. Liger bearbeitete Kanemarus Arm gekonnt auf der Matte, kurze Zeit später befand sich Yoshinobu nach einer Powerbomb Ligers und einem Top Rope Splash von Tiger, beinahe im Schlummerland. Nach einem Tiger Driver, und einem vom Top Rope, sah die Suzuki-gun wieder wie die sicheren Verlierer aus, Kanemaru schob dem Referee seine Whisky Flasche zu und sorgte so für Konfusion. War’s das? Natürlich nicht. Kanemaru verteilte seine Keime in Tigers Antlitz, der Ref ging schlafen, Liger bekam die Flasche ins Gesicht, Tiger bekam einen Tritt in die Weichteile und wurde nach dem Guitarra de Angel gepinnt.

Togi Makabe & Tomoaki Honma vs. Juice Robinson & Toa Henare

Juice ohne Piratenlook, dafür Makabe wieder mit Honma, das erste mal seit Februar 2017. Henare gegen Honma war dann ein gutes Zusammenspiel, beide sind Arbeiter und liefern, in ihrem Rahmen, immer ab. Der Neuseeländer verhöhnte den blondierten Honma im weiteren Verlauf des Kampfes und erweckte so das Kampfschwein. Honma wollte keinen Zentimeter mehr weichen, suplexte Henare schließlich sogar unter lauten Beifall. Auf den Kokeshi mussten die Zuschauer in der Sumo Hall etwas warten, Henare drehte sich noch weg, Juice jedoch nicht. Honmas Eisenschädel landete auf den ehemaligen US-Champion, der war jedoch vorerst unbeeindruckt bis Honma ihn “inside out” hämmerte.

Kokeshi von gaaaanz oben? Nö. Honmas erster Ausflug nach der Verletzung auf die Ringecke, endete mit einer unsanften Landung auf der Matte. In typischer New Japan Manier endete der Kampf dann schließlich. Henare avancierte zum Monster, setzte erst Makabe zu, nur um dann abgefertigt zu werden. Aus einer Lariat kickte Henare noch bei eins heraus, nach einer GBH-Doppel Lariat, dem Kokeshi und folgend den King Kong Knee Drop war Sense. Der Great Bash Heel war zurück!

Bad Luck Fale, Tama Tonga, Tanga Loa & Taiji Ishimori vs. Matt Jackson, Nick Jackson, Hangman Page & Chase Owens

Huch, da war ja Taiji Ishimori mal wieder. Hätte ihn doch fast nicht mehr wieder erkannt! Man kann ihm ja seine Charismalosigkeit vorwerfen wie man lustig ist, aber der Kerl ist der interessanteste Part an den BCOGs. Der “Bone Soldier” brachte mit seiner Einwechslung Pfeffer ins Match, die Sequenzen mit Nick Jackson waren vorzüglich und wurden mit dem doppelten Dropkick schön in Szene gesetzt. Natürlich musste es dann enden, denn plötzlich brachen die Dämme und jeder einzelne Wrestler kam in den Ring zum Gruppenkuscheln. Nach einer Quattro-Dropkick Szene der “Elite” gingen die OGs erst einmal baden. Mit einer gewissen Intelligenz fiel Tama ein, dass Matts Rücken doch lädiert sei. Fortan war der Rücken des Kalifornier das Ziel der OGs. Fale zerstörte sogar das Tape an Matts Rücken um ihn weiter zu schaden.

Matts Kraft war nicht mehr völlig bei 100%, sogar seine Paradedisziplin, der Superkick, war nur noch ein laueres Lüftchen. Die “Elite” hatte sich irgendwann Taiji Ishimori als ihr Ziel ausgesucht und ja, dass ist doch schlau, schließlich war er der kleinste von den Vieren. Ishimori wurde frisch gemacht mit mehreren Teammanövern, der “Bone Soldier” kam dennoch aus dem Coverversuch von Chase Owens heraus. Am Ende brach wieder das Chaos aus, jeder durfte sich beweisen, Tama visierte Chase wie ein Wolf an, lauerte und wollte mit dem “Gun Stun” landen. Das “Crown Jewel” konnte beinahe beide Söhne Hakus schlagen, wurde dann aber doch mit einer Kombination von Tanga und Tama gepinnt.

Tomohiro Ishii, Hirooki Goto & Will Ospreay vs. Minoru Suzuki, Taichi & Takashi Iizuka

Nach einem BULLET CLUB Match, hatte ich natürlich total Bock auf die Suzuki-gun.. Nicht! Natürlich, ach herrlich, wie sollte es auch anders sein: Die Suzuki-gun attackierte ihre Gegner natürlich vor dem offiziellen Match, wie innovativ. Fiese Tricks und Braws um den Ring waren anschließend an der Tagesordnung, es ist mittlerweile so “normal”, dass man darüber eigentlich auch gar keine Worte mehr verlieren bräuchte. Wenigstens waren hier die Gegner mal nicht Los Ingobernables, sondern CHAOS.

Wenn Minoru Suzuki und Tomohiro Ishii in der Mitte des Ringes aufeinander treffen, bin ich immer dabei. Auch hier waren die beiden wieder daran interessiert sich halb umzubringen, beide grinsten sich an, beide wollten immer mehr und beide gaben alles um den jeweils anderen zu zusetzen. Viel interessanter war aber eigentlich das Aufeinandertreffen von Will Ospreay und NEVER Openweight Champion Taichi. Wurde Ospreay erst einmal von allen drei Fieslingen gequält, konnte er die Ablenkung des Referees nutzen und sich aus den Klauen der Suzuki-gun zu befreien. Mit dem Stormbreaker machte Ospreay dann alles klar und pinnte somit den NEVER Openweight Champion. Hab gehört zwei Kerle prophezeiten diesen Sieg vor einigen Tagen.

Kazuchika Okada, Toru Yano, YOH & SHO vs. Tetsuya Naito, SANADA, BUSHI & X

Wer ist “X”? Das war die große Preisfrage vor diesem Kampf, die “Unregierbaren” stellten ein neues Mitglied für ihren Klan vor, und es war wieder in der Ryogoku Kokugikan. Das hat bei “LIJ” schon beinahe eine Tradition, so wurde EVIL und auch SANADA in dieser Halle als Ingobernables vorgestellt. Und da war der Moment, die Gerüchteküche brodelte ja wie verrückt und es zeigte sich der “Dragon” Shingo Takagi! Erst kürzlich wurde bekannt, dass Shingo nicht mehr exklusiv bei Dragon Gate unter Vertrag stehen würde.

Shingo und YOH starteten, der Neuzugang der Ingobernables legte sofort los wie die Feuerwehr und legte YOH mehrfach auf die Matte. Yano und YOH wurden von SANADA mit dem Paradise Lock verknotet, und nur befreit weil “Cold Skull” mit einem Dropkick beide aus dem Ring beförderte. Erst Kazuchika Okada konnte seinen Mannen Luft verschaffen, ging er mit Tetsuya Naito lange Zeit auf Tuchfühlung. Der Kampf endete in typischer Manier, allesamt durften in den Ring wen treffen, ehe Shingo SHO nach einer Lariat und dem Last Falconry schulterte. Der “Drache” biss sofort zu und “LIJ” haben eine weitere Waffe in der Junior-Division.

Special Singles Match
EVIL vs. Zack Sabre Jr.

Es war wieder “Zack Sabre Time”, was TAKA wieder inbrünstig von sich gab. Wenn ihr dachtet das “ZSJ” einen coolen Entrance mit TAKA hat, dann wartet bis ihr den von EVIL seht. Der “King Of Darkness” kam auf einem Thron, gezogen von vermummten Gestalten zum Ring – Was ein Badass! Und das geschah es. Ich sah es schon am Haarschopf, dann sah ich die weiße Schnalle eines Gürtels und es war klar: Chris Jericho steckte unter einem der vermummten Typen und attackierte EVIL hinterrücks.

Nach dem Codebreaker demaskierte sich Jericho und hatte sich wieder irgendwas ins Gesicht gemalt. Zack wollte den am Boden liegenden EVIL dennoch kämpfen, ganz der Sportsmann eben. Referee Marty Asami ließ das Match jedoch abläuten, No Contest! EVIL war kampfunfähig gemacht worden, “ZSJ” packte sich sofort Asamis Arm und auch Narita und EVIL bekamen ihr Fett weg. Naito rettete seinen Freund mit einem Swinging DDT. Das letzte Wort wird wohl noch gesprochen werden.

IWGP Jr. Heavyweight Title Tournament – Final
KUSHIDA vs. Marty Scurll

Es kann nur einen geben! Und zwar nicht den “Highlander”, sondern einen neuen IWGP Junior Heavyweight Champion. Retrospektive machte der Sieg von Scurll bei Fighting Spirit Unleashed Sinn, jetzt wo Ospreay sich um die NEVER Openweight Championship kümmern wird. Ich hätte Scurll nicht wieder im Match gebraucht, aber wie mein schlauer Ostdeutscher Kollege im Preview zu “KOPW” schrieb, wird’s beinahe egal sein wer im Titelmatch steckt, alle wärmen nur Hiromus Thron auf. Aber genug damit, der Kampf konnte mit diesen beiden Protagonisten doch kaum in die Hose gehen. Für einen kurzen Moment stockte ich beim “Diablo Armbar” von KUSHIDA, als es von der Ringecke runter auf die Matte ging. Wunderschön ausgeführter Move, Marty kam jedoch etwas zu einfach heraus.

Doch auch Marty ist bekannt für Aufgabegriffe! Im Crossface Chickenwing kämpfte KUSHIDA ordentlich, bis er sich heraus drehten konnte, nur um just wieder von Marty mit einem Double-Wrist Lock eingefangen zu werden. Nach einem Air Raid Crash, Alex Shelley lässt grüßen, gewann KUSHIDA ein bisschen Luft, es gab aber ein Problem – Die Finger. Scurll hatte KUSHIDAs Finger so arg bearbeitet, dass er den Hoverboard Lock nicht mehr voll funktionstüchtig einsetzen konnte. Das Ende sprühte vor großem Kino, die Reverseals waren gut, KUSHIDA wurde übel zugesetzt mit einer Lariat aber das “Ace” der Division behielt die Oberhand durch zwei Back To The Futures. Der “Time Splitter” sicherte sich seinen sechsten Titelgewinn und ist damit auf #3 in der Rangliste der Wrestler mit den meisten Jr. Heavyweight Title Siegen.

Tokyo Dome IWGP Heavyweight Title #1 Contendership
Hiroshi Tanahashi vs. Jay White

Im G1 Climax war Jay White der einzige der Tanahashi besiegen konnte. Folgerichtig bekam “Switchblade” seine Chance auf den Tokyo Dome Main Event Vertrag, jedoch nach CHAOS-Kollege Kazuchika Okada. Ein aufgebrachter Jay White zerstörte nicht nur Tanahashi, sondern auch Okada und läutete mit Gedo die “neue Ära” ein. Gedo, Okadas rechte Hand sechs lange Jahre lang, hat mit White, wieder mal, einen jungen und aufstrebenden Mann an seiner Seite um Tanahashi vom Thron zu stoßen. 2012 war es Okada, 2018 soll Jay White das “Ace” schlagen. Viele Fans werden den 04. Januar 2018 im Kopf haben, als Jay White und Hiroshi Tanahashi auf der größten Bühne etwas enttäuschten, ihr Kampf beim diesjährigen G1 war schon eine Steigerung. Jay White und das “Ace” missten ihre Kräfte, als White den “clean break” wählte, war ich überrascht. Die Kameras fingen es nicht ein, aber Gedo zog an Tanahashis Bein und Jay White nutzte die Gunst und attackierte den G1-Sieger doch noch. Außerhalb des Ringes zeigte Tana, dass er ebenfalls mit allen Wassern gewaschen ist, als er White gegen die Guardrails schickte. “Switchblade” hatte das Knie von Tanahashi im Auge, wie so viele Gegner Tanahashis vorher, ist das Knie immer noch die große Schwachstelle des “Once In A Century Talent”. Die Kirsche auf der Torte ist das verhöhnen mit Tanahashis “Air Guitar Move”, als Jay White dafür jedoch Tanas lädiertes Bein nahm.

Das “Ace” musste lange kämpfen um sich die Oberhand zu sichern, nach einem Bodyslam gab es die Summersault Senton und den Inverted Dragon Screw, um auch Jay Whites Beine zu malträtieren. Tanahashi ging jedes Risiko ein um “Switchblade” zu schwächen, den High Fly Flow gab es, wie gegen Okada in Kobe, wieder nach außerhalb des Ringes auf die nur leicht gepolsterten Matten. Fortan waren beide “equal”, eine Serie von Reverseals gab es zu bestaunen und beide brechen sich gegenseitig beinahe die Schädel mit krachenden Elbows. Jay White ließ das Handgelenk von Tanahashi nicht los, es war jedoch Tanahashi der seine Twist & Shouts durchbrachte. Das “Ace” sah wie der sichere Sieger aus nach zwei High Fly Flows, doch als die gesamte Halle bereit war den Three Count durchzuzählen, zog Gedo den Referee aus dem Ring. Wie in Long Beach sollte der Schlagring Tanahashis Gesicht finden, das “Ace” wich aus nur um von White einen Low Blow zu bekommen. Doch wie ich eben schon schrieb, Tana kann auch anders. Als Jay mit einem Stuhl zuschlagen möchte, war es Tana diesmal, der ein Low Blow zeigte. Alles war für den Sieg vorbereitet, White lag auf seinem eigenen Stuhl und Tanahashi kam angeflogen mit dem High Fly Flow. “Switchblade” drehte sich weg, knallte den Stuhl nun Tana ins Gesicht und wollte mit dem Blade Runner den Sieg holen, doch da schlug Tanahashi zu mit einem Small Package und gewann den Kampf.

Natürlich ließ White die Pleite nicht auf sich sitzen, er attackierte Tanahashi weiter bis Kazuchika Okada den Save machte. Lasst es euch auf der Zunge zergehen: Kazuchika Okada, Langzeitrivale von Hiroshi Tanahashi, rettete eben jenen! Wer da keine Gänsepelle bekam, der hat doch den Schuss nicht gehört. Okada fertigte, sowohl White als auch Gedo ab, bis Jado in den Ring kam. Es wurde nun völlig verrückt, plötzlich kamen die vier BCOGs ebenfalls hinzu. Was ging hier ab? Mein Kollege von KAMIGOYE und ich hatten schon vor Monaten darüber spekuliert, ob nicht Jay White die “Insulaner”, sprich die Tongans, anführen sollte. Tama Tonga packte den Gun Stun gegen Okada aus, vorher sah es noch so aus als ob die BCOGs Okada behilflich sein wollten. Das “Two Sweet” besiegelte den Pakt!

IWGP Heavyweight Championship, 3 Way Match
Kenny Omega (c) vs. Kota Ibushi vs. Cody

Kenny Omega als Sephiroth von Final Fantasy, was’n Nerd! Der Champion brauchte nicht gepinnt zu werden in diesem Match, und er würde trotzdem den Belt verlieren. Und genau das war direkt die Problematik! Ibushi und Omega teamten quasi gegen Cody und verpassten ihm den Kitaro Crusher, Ibushi suchte den Pin und Kenny zog Kota von Cody runter. Klar, Omega wollte den Belt natürlich nicht verlieren. Kenny suchte seinerseits den Pin, Kota zog ihn herunter und schlussendlich überließ Kenny Kota doch den Pinfall. Sollte uns das noch weiter verfolgen in diesem Kampf? Während Kenny und Kota relativ harmonisch zur Sache gingen, ging Cody hart zur Sache und schmiss Ibushi auf die Matten außerhalb des Gevierts. Der “Golden Star” flog auch, ebenfalls durch Codys Hand, in die Zuschauerreihen, was sogar Matt Jackson nicht wirklich gefiel. Nach dem You Can’t Escape hatten wir wieder eine Situation wie eben beschrieben: Cody wurde gelegt, Ibushi wollte mit einem Moonsault hinter her springen als Kenny ihn doch glatt zum One Winged Angel vorbereitete. Omega bemerkte seinen “Fauxpass”, Cody blieb der Opportunist und suchte die Lücke in diesem Kampf. Cody bat Kenny um Hilfe, schließlich seien sie doch auch Freunde, gesagt getan! Kenny packte Ibushi hoch und was tat Cody? Klar, er rollte Kenny ein für zwei. Es “knallte” wieder zwischen den ehemaligen Erzfeinden.

Es ging hin und her. Die drei Kontrahenten unterbrachen Moves, revearselten sich gegenseitig mehrfach und knallten sich alles mögliches um die Ohren. Als Cody Ibushi auf den Apron befördern wollte, ging Kenny dazwischen um Kota zu retten. Kota befreite sich mit Tritten und Omega warf Cody über die Guardrail in die Stuhlreihen, heftiger Tobak! Warum gab man uns nicht das Singles Match zwischen Kenny und Kota? Als die beiden im Ring alleine waren und kämpften war es einfach nur grandios. Ich möchte da nicht wieder auf Cody hämmern, er hatte es bis dato echt gut gemacht, ich hätte mich nur über das Singles Match mehr gefreut. Cody war dann zum perfekten Zeitpunkt zurück, als er Kota Ibushi von der Ringecke stieß wie ein Irrer. Keiner hielt sich mehr irgendwie zurück, sogar ein Tisch musste natürlich noch zum Einsatz kommen. Es kam wie es kommen musste, als Cody wirklich jedes Mittel recht war diesen Kampf zu gewinnen. Cody wollte einen Stuhl einsetzen, schnappte sich dann doch seinen US-Belt und gab diesen Nick Jackson ab, nur um dann doch den Stuhl zu nehmen. Nick konnte es nicht verstehen, genauso wie wohl alle anderen Involvierten. Omega legte sich schützend vor Ibushi, Cody wollte nun Kenny schlagen aber dann war Ibushi zur Stelle und kickte Cody das Leben aus dem Körper. Das dann sein Buddy Kenny die Gunst der Stunde nutzte um das Match zu gewinnen, war das große Pech. Kenny verpasste ihm den V-Trigger, gefolgt vom Katayoku no-tenshi zur Titelverteidigung.

Das große Highlight gab’s dann nach dem Kampf, als das “Ace” mit seinem Koffer zum Ring kam. Kenny Omega und Hiroshi Tanahashi standen sich gegenüber, und es war klar: Wir werden Omegas schwerste Titelverteidigung im Tokyo Dome sehen, denn Hiroshi Tanahashi kommt um seinen Thron zu erklimmen!

Fazit: Puh, was eine Show! Im Vorfeld galt King Of Pro-Wrestling (wieder mal) als die Show, wo man jeden möglichen Matchausgang vorher sagen konnte und ja, so war es auch diesmal. Nichtsdestotrotz war die Show wirklich gut, und ja ich bin kein großer Cody oder Kenny Fan, aber der Three Way war doch gar nicht mal so übel. Ich hatte mit einigen Sachen im Kampf schwer zu kämpfen, aber für das richtige Publikum war der Kampf doch völlig fantastisch. Tanahashi gegen White war grandios und auch KUSHIDA gegen Marty war “watchable” – Dafür das “KOPW” vorhersehbar war, war das ne dufte Show!

Kurz möchte ich noch auf einen Tweet von Kota Ibushi eingehen, den die Kollegen von Lion Marks freundlicherweise übersetzt haben. Ibushi sprach vor dem Kampf davon, dass er seine Karriere auf’s Spiel setzen würde. Anscheinend schrieb Ibushi, dass er nun aufhören werde. Nicht ganz ernst nehmen, meine Freunde!

Fotos: NJPW/Bushiroad

Show ist hier zu sehen: King Of Pro-Wrestling

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