NJPW Road To Tokyo Dome (14. Dezember 2018) – Review

Bevor wir im großen Tokyo Dome zu Wrestle Kingdom aufbrechen, wird es zwei Road To-Shows in der Korakuen Hall geben. Teil 1 fand am 14. Dezember statt und begann mit Masked Horse aka Ryusuke Taguchi, welcher Geschenke im Publikum verteilte. Noch Fragen?

Yuya Uemura, Ren Narita, Ayato Yoshida & Toa Henare vs. KUSHIDA, Tiger Mask, Jyushin Thunder Liger & Tomoaki Honma

Junglöwe Yuya Uemura befand sich in den Klauen von Liger und wurde einige Male eingedreht wie eine Wurst. Wie die jungen Löwen halt so sind, konnte sich Uemura mit einigen Chops auf Ligers Brust befreien, wechselte just danach auch K-Dojos Rohdiamanten Ayato Yoshida ein. Gegen Honma war Yoshida mit Kicks erfolgreich, und natürlich konnte auch ein “Young Lion” wie Yoshida sich vom Kokeshi wegrollen.

Dumme Idee von Narita! Slappte er das Leben aus Honma, wurde er aber dann vom blond gefärbten Publikumsliebling mit Headbutts zermalmt. In der Folge durfte jeder mal am Geschehen teilnehmen, schlussendlich fiel Uemura den Vets zum Opfer. Obwohl Uemura Tiger Mask beinahe mit einer O’Connor Roll pinnen konnte, war es dann der Tiger der nach dem Tiger Driver alles klar machte.

Shota Umino vs. Shingo Takagi

Hach ja, ich liebe die kleinen Shows. Ja es wiederholt sich vielleicht einiges, aber auch so etwas ist an der Tagesordnung. Shingos Singlesmatch Debüt war nicht etwa gegen Ospreay, KUSHIDA oder Tanahashi, sondern gegen Shota Umino. Herrlich! Und das Match begann furios, Shota schien die Oberhand zu haben, wich er dem Drachen mehrfach aus und zeigte einige harte Palm Strikes. Irgendwann biss der Drache zu, und ließ nicht mehr wirklich los.

Takagi setzte dem Young Lion alles entgegen, der Kampfgeist von Umino war aber beachtlich. Den Pumping Bomber von Shingo konnte er mehrmals von der Schippe springen und mit Dropkicks oder Forearms punkten. Was war mit Shota los? Nach einer Salve von Forearms ins Gesicht, wich er abermals dem Pumping Bomber aus und besiegte Shingo beinahe mit einem German Suplex. Kurz danach gab’s den Pumping Bomber und den Noshigami, Shota kam raus! Nach dem zweiten Bomber gab’s kein entrinnen mehr, denn der Last Of The Dragon vergisst nie.

Takashi Iizuka & Minoru Suzuki vs. Rocky Romero & Hirooki Goto

Armer Rocky! Zwischen den Typen konnte er einem doch nur Leid tun, oder? Die Suzuki-gun konnte (wieder) mal nicht abwarten und attackierte das CHAOS-Team sofort und schnell verlagerte sich der Kampf außerhalb des Ringes. Rocky als Punchingball machte Spaß, auch sein Comeback passte dann schön hinein.

Viel war hier aber nicht. Iizuka biss ein bisschen herum, paar feine Szenen zwischen den anderen Protagonisten und ja.. Es ging eine halbe Ewigkeit und ich hatte, nach der WTL, echt genug von Suzuki und Iizuka Tag Matches. Letzterer wurde dann doch tatsächlich nach dem High/Low von Rocky gepinnt.

El Desperado, Yoshinobu Kanemaru & Taichi vs. SHO, YOH & Tomohiro Ishii

Miho Abe als Mrs. Claus, okay das Match war doch vom Fleck weg ganz nett, hehe. So wie es bei der Suzuki-gun bekannt ist, waren die Regelbrecher wieder sofort zur Stelle. Nach einem kurzen Intermezzo im Ring besuchte man beinahe jeden einzelnen Fan in der Korakuen Hall, bis Despy und YOH wieder ihren Weg ins Geviert gefunden hatten. Ob außerhalb oder im Ring, die Taktiken der schwarzen Meute blieb immer die selbe.

Tomohiro Ishii ließ das Herzchen des Schreibers höher schlagen, vor allem frage ich mich warum der Kerl es immer wieder schafft mit allen Leuten interessante Sequenzen aufzubauen. Egal ob mit Taichi oder f’n Kanemaru! Kanemaru konnte sogar einige Nearfalls erreichen, wurde zwar nach dem Brainbuster gepinnt aber mein Gott. Stark wie Kanemaru die Lariats durchgebracht hatte.

BUSHI, SANADA, EVIL & Tetsuya Naito vs. Taiji Ishimori, Tanga Loa, Tama Tonga & Bad Luck Fale

Nach etlichen Suzuki-gun Fights am heutigen Abend hatte ich keine große Lust mehr auf einen LIJ gegen BULLET CLUB Kampf, aber da musste jetzt durch Liebchen. Naito und Fale hatten die unterhaltsamsten Szenen in der Anfangsphase, als Naito dem Fleischklops mehrfach ins Gesicht spuckte und seine tranquillo Art durchblicken ließ. T-Shirt Tetsuya war einige Zeit auf sich alleine gestellt, und dennoch konnte der CLUB kein Kapital daraus machen.

Die Gewinner der Tag League, EVIL und SANADA, brachten etwas ernsteren Tenor in den Kampf als Naito zu Beginn. Auf die Siegesstraße brachte es die vier aber bei weitem nicht. BUSHI schaffte es nicht seinen MX durchzubringen, durch Jados Cane Schlag wurde der Maskierte entscheidend geschwächt und dann via Super Powerbomb zerstört.

Gedo vs. Kazuchika Okada

Mit Krücken und bandagierten Arm schritt Gedo zum Ring und kündigte an, dass er schwer verletzt sei. Der Rainmaker hatte genug von Gedos Theater, musste sich aber beinahe diesen geschlagen geben, als er Okada erst das Augenlicht nahm und dann mit dem Schlagring zuschlug. Okada kam aus dem Cover heraus, zur Freude der Korakuen Hall. Das “Segment” ging gefühlt eine halbe Ewigkeit.

Natürlich musste es in solch einer Paarung drunter und drüber gehen. Gedo dominierte die Anfangsphase, wurde aber schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Jay White mischte sich noch ein, Rocky Romero versuchte seinem Buddy Kazu zu helfen und verschaffte ihm zu mindestens etwas Zeit. Gedo fraß den Rainmaker und verlor gegen seinen einstigen Schützling.

Toru Yano, Togi Makabe, Will Ospreay & Hiroshi Tanahashi vs. Chase Owens, Yujiro Takahashi, Kota Ibushi & Kenny Omega

Es war etwas ungewohnt zu sehen, dass Yano wieder mit Makabe Seite an Seite stand oder das CHAOS mit der “Sekigun” gemeinsame Sache machte, aber hey das ist doch ein feines Goodie zum Jahresausklang, oder? Ospreay und Kota lieferten einige schöne Momente ab und sorgten dafür, dass ich noch mehr Bock auf ihr Wrestle Kingdom Match habe. Die beiden haben aber genauso Böcke im Tokyo Dome sich halb umzubringen. Ich muss aber auch wieder Chase Owens loben, der Kerl hatte ein wirklich gutes Jahr und ist ein Arbeiter vor dem Herrn, das sah man auch in diesem Kampf wieder all zu gut.

Die letzten Minütchen waren fantastisch liebe Leser! Kenny und Tana hatten schöne, schnelle Action und auch wenn einige Menschen sich nicht so freuen auf den Kampf, habe ich mittlerweile große Lust drauf. Chase Owens hatte den Sieg zum greifen nahe, wurde dann aber vom CHAOS/Sekigun Team gestoppt und schlussendlich nach dem Stormbreaker von Will Ospreay für drei geschultert.

Fazit~

Eine solide 7-Match Show, die man nicht unbedingt gesehen haben muss, aber wenn man Zeit hat sollte man das tun. Habt ihr aber im Weihnachtstress weniger Zeit für schwitzende Männerkörper empfehle ich den Hauptkampf und auf jeden Fall Shingo gegen Shota Umino. Jungens Shota steht großes bevor. 

One thought on “NJPW Road To Tokyo Dome (14. Dezember 2018) – Review

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *