NJPW Wrestle Kingdom 13 (04. Januar 2019) – Review

WRESTLE KINGDOM SCHREIBT GESCHICHTE: SPANNUNG IM MAIN EVENT, FETTER BRAWL UM DIE IC-CHAMPIONSHIP & A NEW ERA

Vor 38.162 Fans im legendären Tokyo Dome, die beste Zuschauerzahl seit vielen Jahren, standen in neun Kämpfen acht Championships auf dem Spiel. Neben dem Double Main Event gab’s einige Leckerbissen im Vorfeld. Ob Okada wieder Shorts trug, ein Riesen KUSHIDA Kopf mich begeisterte und was die ELITE tat lest ihr hier!


NEVER Openweight Six Man Tag Team Gauntlet #1 Contenders Match

Die ELITE, Yujiro Takahashi, Hangman Page und Marty Scurll begannen das Gauntlet Match gegen David Finlay, Jeff Cobb und Yuji Nagata und zur Überraschung einiger war es Finlay der Yujiro schultern konnte. Bei der ELITE kriselte es, Hangman diskutierte und schubste Yujiro in die Falle von Finlay, der den “Tokyo Pimp” dann einrollte. Auch das nachfolgende CHAOS Team gab sich der “Sekigun” geschlagen, und wieder war es Finlay! Einroller-König David.

Das Horror-Trio bestand aus Minoru Suzuki und der Killer Elite Squad hatte dann Grund zur Freude, dass sie den Einroller-König via Killer Bomb nach Hause schickte. Finale zwischen dem Suzuki-gun Trio und dem gemischten CHAOS/Sekigun Trio mit Togi Makabe, Toru Yano und Ryusuke Taguchi. Das Letztere in einem überaus unterhaltsamen Gauntlet Match dann gewannen, freute mich umso mehr.

NEVER Openweight Championship
Will Ospreay vs. Kota Ibushi ©

Einer der Kämpfe worauf ich mich diebisch gefreut hatte. Wurde Will Ospreay durch eine Verletzung im November noch gestoppt, durfte er Heute endlich um die NEVER Championship antreten. Und glaubt mir Freunde es gab keinen besseren Gegner für den “Aerial Assassin” als den “Golden☆Star”, das bewiesen die beiden schon in den ersten Minuten. Ibushi und Ospreay sind eben bekannt dafür, dass sie auf ihre Lebenserwartung einen feuchten geben und einfach wild umher springen, so auch hier.

Großartiges Pacing, großartige Sequenzen – Als Ibushi Ospreay vom mittleren Seil mit einem German Suplex auf die Matte befördern will, stand Ospreay urplötzlich wie eine Eins und wir haben, wie schon am 15. Dezember, einen großartigen Moment. Schwer böse sah Ospreays Ellbogen Schlag gegen Ibushis Hinterkopf aus, der den “Golden☆Star” völlig ausknockte. Wir wir später erfuhren trug Kota eine Gehirnerschütterung davon. Ospreay verpasste Ibushi den Storm Breaker und gewann die NEVER Openweight Championship. Wow!

IWGP Junior Heavyweight Tag Team Championship
YOH & SHO vs. BUSHI & Shingo Takagi vs. Yoshinobu Kanemaru & El Desperado ©

Im vergangenen Jahr war diese Dreierkombination, abgesehen von Shingo dafür aber mit Hiromu, der Evergreen der Junior Heavyweight Tag Team Division. Die Suzuki-gun begann wieder anzugreifen bevor die Ringglocke läutete, ja ich weiß Leute ich weiß, doch relativ schnell ging es weiter. Die Roppongis waren fest entschlossen dieses Ding Heute nach Hause zu fahren.

Die Shingo Festspiele begannen. Leider war der Kampf mit sieben Minuten wirklich fürchterlich kurz und irgendwie war das eher unbefriedigend, aber ja der Kampf war dennoch völlig solide. Shingo zeigte seine unbändige Kraft, sein ganzer Run beim “King Of Sports” schrie bisher nach Megastar und 2019 wird unaufhaltsam so weiter gehen. Nach zwei Pumping Bomber kam SHO nochmal heraus, nach dem Last Of A Dragon war Sense. “Despy” und Kanemaru wurden nicht gepinnt, dass letzte Wort war wohl noch nicht gesprochen.

RevPro British Heavyweight Championship
Zack Sabre Jr. vs. Tomohiro Ishii ©

Wie ich schon beim Preview schrieb, hatte das Match seinen Ursprung im Juli ’18 in England als Ishii die RevPro British Heavyweight Championship an Minoru Suzuki verlor, ich saß live zehn Reihen vom Ring entfernt und ergötzte mich an zwei Kerlen, die sich zu Mus schlugen. Die beiden verloren auch keine Sekunde und gingen wie wilde Eber aufeinander los, ganz zu meiner Freude. Während Ishii dir den Kopf im Stand abschlagen kann ist der “Submission Master” auf dem Boden brandgefährlich, so befand sich “Big Tom” auch oftmals in den spinnenartigen Griffen des Briten.

Das der “Stone Pitbull” auch sowas kann zeigte er mit einem Ankle Lock, die Wirkung erzielte der Hold jedoch nicht. Als Ishii den Brainbuster vom Top Rope zeigte, war Zack blitzschnell oben und zerstörte Ishiis Arm. In der Folge war der Arm das gewünschte Ziel des Briten um Ishii die nötige Kraft für Lariats und Co. zu nehmen. Trotz weiterer Offensiven des Pitbulls konnte “ZSJ” in der Mitte des Ringes zur Aufgabe zwingen.

 IWGP Tag Team Championship
Nick Jackson & Matt Jackson vs. EVIL & SANADA vs. Tanga Loa & Tama Tonga ©

Ich hatte mich im Preview zu Wrestle Kingdom schon aufgeregt, mir erschließt der Sinn dahinter nicht, dass die Bucks einfach ins Match geschmissen worden sind, wenn man ein mehrwöchiges Turnier abhielt. Nein es wird dem Match absolut nicht weh tun, mir geht’s nur um die Logik dahinter. An ein “normales” Tag Team Match konnte doch gar nicht gedacht werden, relativ schnell hatten alle Kämpfer Bock auf nen dicken Brawl.

Eine Aktion reihte sich an die nächste, die Bucks flogen quer über den Bildschirm hin und her, bis SANADA sich ein Herz fasste und einfach alles und jeden mit einem Plancha ausschaltete. Fale und Jado mischten sich noch in den Kampf, beide wurden aber abgefertigt und es ging zum Ende über. Indietaker der Bucks wurde von Tama mit einem Gun Stun beendet, irgendwie fertigte EVIL Tama ab und nach dem Magickiller und einem Moonsault von SANADA an Matt gab’s neue Tag Team Champions.

 IWGP United States Championship
Juice Robinson vs. Cody ©

Mein Kumpel Gerry freute sich auf den Kampf und schwenkte brav ELITE Fähnchen, während ich auf ein schnelles Ende hoffte. Cody versuchte es mit Tricks, Juice reagierte gedankenschnell gegen alle Widrigkeiten von Brandi und Cody.

Weniger Zirkus hätte dem Kampf wahrscheinlich besser getan, mein Kumpel Gerry machte mich aber drauf aufmerksam, dass Cody mit schlimmen Verletzungen in den Kampf ging. Hochachtung dafür Cody! Brandi nervte schlimmer als ein Tripper, Tiger Hattori war mein Held des Abends als er Mrs. Rhodes hinaus beförderte. Juice machte den Sack via KO Punch und zwei Pulp Frictions zu und holte sich seinen Titel zurück.

IWGP Junior Heavyweight Championship
Taiji Ishimori vs. KUSHIDA ©

Vorab, der Entrance von KUSHIDA war fire. Taguchi als Doc Brown, dass Kind mit der riesen KUSHIDA Maske, jau fett. Ishimoris Weg zum Titelkampf war etwas langwierig. Irgendwie hat man sehr wenig mit dem “Bone Soldier” gemacht, auch wenn ich vermute das er auf jeden Fall in diesem Kampf gesteckt hätte, aber wohl eher gegen Hiromu Takahashi. Durch die aufkommenden Gerüchte das KUSHIDA vielleicht nach Stamford geht, war man sich beinahe sicher das Ishimori das Ding hier schaukeln wird.

Manchmal ist weniger Flashiness mehr. Auch wenn der Kampf doch relativ kurz war, hat er mich unterhalten. Das beide noch ein besseres Match auf die Beine stellen könnten, sollte jedem klar sein. Beide befanden sich auch auf dem Boden wieder und testeten den jeweils anderen in allerlei Aufgabegriffen und Kontermanövern. Als KUSHIDA das Bloody Cross in einen Back To The Future umwandelte, sah der “Time Splitter” wie der Sieger aus. Taiji Ishimori meldete sich mit einem Double Stomp zurück und verwandelte das Bloody Cross in einen Titelgewinn.

Special Singles Match
Jay White vs. Kazuchika Okada

Huge Pop zu Beginn! Kazuchika Okada kam mit seinem alten Theme heraus, die Ballons waren verschwunden und der “Rainmaker” präsentierte sich wieder in den gewohnten Shorts. Ein überaus gelungenes Mindgame gen “Switchblade”. Anders als die vorherigen Monaten ging es nicht sofort nach dem Gong auf den jeweils anderen los, etwas ruhiger, etwas. Durch die große Unterstützung der Fans kam Okada mehr und mehr in den Kampf, die Slaps ins Gesicht von White machten ihn aggressiver und zielstrebiger. Der Dropkick auf den sitzenden Jay White schickte letzteren vom Turnbuckle in die Tiefe, das rief Gedo auf den Plan. Okada fertigte beide ab mit einem Running Crossbody über die Ringabsperrung.

Okada wieder mit der Rainmaker-Pose zu sehen war wundervoll, auch wenn er danach aufpassen musste nicht zu verlieren. Jay Whites Uranage und die Lariat ließen böses erahnen, und dann stand auch noch Fießling Gedo auf den Apron und lenkte Ref Marty Asami ab. Jay Whites versuchter Stuhlschlag wurde im Keim von Okadas Dropkick erstickt, die Rainmaker Lariat wurde von “Switchblade” nochmals vereitelt. Nach dem Kiwi Krusher sollte der Bladerunner folgen, doch Okada konterte ihn mit dem Tombstone! Es ging Schlag auf Schlag, ein Konter nach dem anderen. Der Spinning Rainmaker fand ins Ziel, der zweite sollte folgen doch da war Jays Bladerunner und das Ende. Jay White besiegte Kazuchika Okada im Dome clean, ein Star wurde geboren.

 IWGP Intercontinental Championship
Tetsuya Naito vs. Chris Jericho ©

Nein ich freute mich nicht wirklich auf den Jericho Kampf, überhaupt nicht. Schlussendlich musste ich aber selbst zugeben, dass der Kampf doch besser war als ich vermutet hatte. “Y2J” machte das Jahr über den Brock Lesnar, tauchte ein paar mal auf und attackierte meistens seine Gegner hinterrücks, passend dazu machte New Japan den Kampf zu einem No-DQ Kampf. Prost! Anders als die letzten mal attackierte Naito diesmal Jericho hinterrücks und vergaß “tranquillo” für die folgenden zwanzig Minuten. Die beiden gingen über die Entrance Ramp etwas spazieren wo Naito Jericho einen Piledriver drauf verpasste. Wir wissen aber, dass auch “The Alpha” solche Sachen in seinem Repertoir hat. DDT auf dem Announcetable, Naito sah schwer angeschlagen aus.

Ein richtig fetter Brawl! Richtig interessant waren die Momente als beide mit Codebreaker richtig dicke Nearfalls erhaschten. Nach einem Low Blow konnte Jericho wieder einen Codebreaker zeigen, doch auch hier kam Naito noch heraus. Sein Titelgürtel sollte ihm die Titelverteidigung bringen, Naito konnte aber den Destino durchbringen für zwei. Naito drehte den Spieß nun um und schlug den Gürtel Jericho ins Gesicht, der zweite Destino war Jerichos Ende.

IWGP Heavyweight Championship
Hiroshi Tanahashi vs. Kenny Omega ©

Mein Gott war ich heiß auf das Match! Kenny kam direkt mal wieder mit einem netten Outfit zum Geviert, mein Kollege Domi erklärte mir, dass Omega das Outfit zusammen mit dem Entwickler des Spiels “Undertale” gemacht hatte und es davon inspiriert sei. Des Weiteren war Kennys Hose inspiriert vom Tastaturen-Hersteller “Razor” mit welchem der Champ zusammen arbeitet. Der Aufbau zum Match war eher mau, man hat es dann irgendwann versucht zu retten mit dem ganzen Old School gegen New School Kram, whatever. Man muss sagen trotz das der Aufbau wirklich mau war, war der Kampf extrem aggressiv geführt. Die B*tch Slaps flogen nur so um die Ohren, es wurde an Haaren gezogen und Kenny versuchte seine Ankündigung war zu machen, dass er Tanahashi erwürgen werde.

Von Minute eins an bis zum Ende habe ich mich überaus unterhalten gefühlt. Es war eine Achterbahnfahrt, in der ich vor meinem Bildschirm gezittert hatte wie ein kleines Balg. Das “Ace” hatte einiges im Ärmel und das zeigte er mit dem Styles Clash an Kenny Omega, dass die “Best Bout Machine” danach die Übersicht behielt um beim High Fly Flow die Knie hoch zu bekommen sprach für den Champion. Nur kurze Zeit später mutierte Tanahashi zu dem, was er so verabscheut. Kenny hatte vorher einen Tisch außerhalb des Ringes präpariert, Tanahashi sträubte sich dieses Element einzubauen und tat es dann doch in einem Augenblick der Schwäche. Der High Fly Flow ging durch den Tisch, jedoch ohne Omega da er sich weg rollte. War es das für das “One In A Century Talent”? Drei Powerbombs besiegten das “Ace” nicht, der High Fly Flow von Kenny ließ Tana bei Eins auskicken! Tanahashi konterte mehrfach den V-Trigger in ein Slingblade, fertige Omega ab um nicht den schmerzhaften Katayoku no tenshi spüren zu müssen! Ein weiterer High Fly Flow brachte nicht den achten Titelgewinn und plötzlich war Omega am Drücker. V-Trigger um V-Trigger, Snapdragon und der One Winged Angel?! Nein! Tanahashi hatte wieder eine Antwort parat, konterte den Engel in ein Slingblade und setzte endlich mit dem High Fly Flow ein Ende des Kampfes.

→Fazit←

Wrestle Kingdom war eine sehr gute Show! Obwohl die 13. Ausgabe der größten NJPW-Show des Jahres vielleicht nicht besser als die letzten Jahre war, hatte ich absolut nichts dran auszusetzen. Vom Beginn bis zum Main Event konnte die Show wirklich durchweg unterhalten und hatte diesmal auch eine angenehmen Länge.

Die letzten drei Kämpfe waren allesamt sahnig! Jay White wurde zum Star gemacht, unser alter Okada ist zurück, Naito besiegte endlich Jericho und Hiroshi Tanahashis Reise zum achten Titelgewinn wurde fantastisch zu Ende gebracht. Wer hätte gedacht, dass das Ace nochmals am Ende des Domes jubeln wird? Wir sehen uns beim Dash!


Wo gibt es die Show zu sehen: NJPW World

Fotos: ©NJPW/Bushiroad

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