NWA Powerrr #1 (8. Oktober 2019) – Review

Falls ihr noch nicht genug Wrestling geschaut habt, solltet ihr bei NWA reinschauen. NWA? Ja die NWA! Auch die National Wrestling Alliance startete am Dienstag mit einer 60-minütigen TV Show auf YouTube und versprühte einen irrwitzigen 80er Jahre Vibe.

Und dann lachte uns doch gleich der allseits beliebte Jim Cornette an, mit Nebenmann Joe Galli, da geht einem doch das kleine Herzchen auf. Herrlich! NWA Worlds Heavyweight Champion Nick Aldis wurde interviewt und hyped natürlich ganz brav das Roster der NWA und bewarb den Hauptkampf mit “Lehrer” Tim Storm, ehemaliger Champion und Aldis Rivale. Was ist das interessanteste an Nick Aldis? Na klar seine durchtrainierte Begleitung.

The Dawsons (Zane & Dave) vs. Sal Rinauro & Billy Buck
Squash Match City! In beinahe zwei Minuten war der gesamte Spaß auch schon wieder vorbei, das Brüderpaar machte kurzen Prozess mit meinen alten Kumpel Sal Rinauro via Powerslam. Meine dicken & haarigen Kumpels quatschten darüber, dass sie da sind um jeden zu bekämpfen. Wer hätte es gedacht ihr Lieben?

Eli Drake war im Interviewset und Leute war das geil. Da stand Drake doch tatsächlich in einem Interviewset wie wir es aus alten Zeiten der Crockett Promotions oder Smokey Mountain Wrestling kennen. Was ein Flashback! Der ehemalige IMPACT Wrestler sah hier wie ein verdammter Star aus, erzählte er über die Big Player der NWA, Aldis und James Storm, und natürlich will ein Eli Drake Jagd auf deren Championships machen. Ran da!

Eli Drake vs. Caleb Konley
Und da war Eli direkt in Action. Caleb Konley, ehemaliger IMPACT und EVOLVE Wrestler, steckt schon etwas länger im “NWA-Kosmos”, war er doch schon für einige Territories aktiv. Das Konley hier verlieren musste, war jedem wohl relativ klar. Dennoch poppte ich dann auf, als Konley direkt zu Beginn Drake für zwei knapp einrollen konnte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten rappelte sich Drake auf, fraß noch einen Foot Stomp doch konterte den Mero-Sault von Konley mit den Schuhsolen. Der Gravy Train machte den Sieg perfekt für Eli Drake!

Nach einem Promovideo zum Main Event kam wieder so’n behaarter Irrer ins Bild, diesmal Jocephus, und forderte von den Kommentatoren Tim Storm im Ring. Das Gebrülle ging weiter und weiter, der haarige Hillybilly wurde schließlich von NWA National Champion James Storm konfrontiert, der Jocephus nahe legte wieder zurück zu seinem Schreibtischjob zu gehen. James Storm ist cool, war mal im selben Hotel wie ich in Manchester, sind nun BFF’s.

The Wild Cards (Royce Isaacs & Thomas Latimer) vs. Danny White & Mims
Die amtierenden NWA World Tag Team Champions kamen schlecht gelaunt in den Ring und hatten absolut keine Böcke auf die nervige Pflichtaufgabe gegen die zwei Hansel. Non-Title Match, Squash, nach zwei Minuten war Sense. Obligatorisch ging es für die Titelträger ins “Studio” bis plötzlich Eddie Kingston ins Bild stampfte. Kingston brabbelte über die zwei rum, hatte es natürlich auf die zwei Goldstücke abgesehen und bekam rasch Backup von Homie Homicide. Ein zukünftiges Match mit mehr wums für die amtierenden Titelträger..

Jocephus vs. James Storm
…währenddessen brawlten urplötzlich James Storm und Jocephus ins Bild, dass Match begann sofort und endete auch wieder sofort. Jocephus täuschte mehrfach einen Schritt Richtung Storm an, beim erneuten Versuch wurde er vom Veteranen mit dem Superkick getroffen und nach zehn Sekunden geschultert.

Die Reise von Tim Storm geht seit Ewigkeiten. Der Lehrer war 414 Tage lang Titelträger, hielt die “Ten Pounds Of Gold” mit Ehre und ging den Pakt mit dem Teufel ein. Aldis gewährte Tim Storm das erste mal einen Rückkampf um die Championship, jedoch nur wenn Storm bei einer Niederlage niemals mehr um die Championship antreten würde.

NWA Worlds Heavyweight Championship: Nick Aldis (c) vs. Tim Storm
Ein hoher Einsatz für den 54 Jährigen, welcher sehnsüchtig auf diesen Moment gewartet hatte. Die beiden zeigten keinen heißen, flotten Stil wie er im Jahr 2019 bei den meisten Wrestlinfans für Anklang finden würde und dennoch unterhielt das Match. Man fieberte förmlich mit Tim Storm mit, es war ein klassisches Pro-Wrestling Match mit einer simplen Story. Tim Storm war aggressiv, ihm waren alle Mittel recht. So ging er hart gegen den britischen Titelträger vor, als dieser in den Seilen lag. Nicht nur einmal musste der Referee den 54 Jährigen Lehrer ermahnen!

Es kam natürlich wie vorhergesehen. Referee Brian Hebner ging KO, Storm überlegte kurz und verpasste Aldis sogar einen Tiefschlag! Die Gier nach der Championship war größer als alle anderen Gefühle für Storm. Der Perfect Storm, Tim’s Lieblingsmanöver, ging jedoch nur bis zwei. Champion Aldis knallte seine Begleitung Kamille um, Storm roch den Sieg nur um dann sieg bringend eingerollt zu werden. Aldi verteidigte die Championship, Storm verzweifelte um die verpasste Chance und Nick Aldis pries seinen Nemesis im Interview danach an.

Fazit

Die erste 60-minütige TV-Show war wirklich gelungen. Die NWA versprühte mit “Powerrr” einen 80er Jahre Charme in den GPB Studios in Atlanta, Georgia: Das Theme, die Aufmachung und die Aktiven – Das alles gab der Show den gewissen Charme ein anderes, aber doch erfrischendes, Wrestlingprodukt rauszuhauen.

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